Einspeisevergütung durch PV-Anlagen: Was du wissen musst

Eine Solaranlage ist auf einem rote Ziegeldach eines Hauses montiert.

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Photovoltaik-Einspeisevergütung ist eine staatlich garantierte Bezahlung für Solarstrom, den du ins öffentliche Netz einspeist statt selbst zu verbrauchen
  • Die Höhe hängt vom Inbetriebnahmezeitpunkt ab und ist für 20 Jahre fix; 2025 lag sie bei etwa 7 ct/kWh
  • Marktpreis = Strompreis an der Börse, Einspeisetarif = gesetzlich geregelte Vergütung auf Basis dieses Preises
  • Ausgezahlt wird die Vergütung meist von der OeMAG oder deinem Stromanbieter
  • Finanziell lohnt sich oft mehr Eigenverbrauch, da der Strompreis höher ist als die Einspeisevergütung

Was ist eine Einspeisevergütung für PV-Anlagen?

Eine Photovoltaik-Einspeisevergütung für eine Solaranlage ist eine staatlich garantierte Zahlung für jede Kilowattstunde (kWh) an Solarstrom, welche nicht selbst verbraucht, sondern in das öffentliche Netz eingespeist wird. Geregelt wird das über das sogenannte Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (auch bekannt als “Erneuerbare Energien Gesetz”) .

Wie hoch ist eine Einspeisevergütung durch eine Photovoltaik-Anlage?

Die Höhe der Einspeisevergütung ist abhängig vom Zeitpunkt der Inbetriebnahme und festgeschrieben auf 20 Jahre. Hierbei wird zwischen der Eigenversorgung – also einer Teileinspeisung – und der Volleinspeisung unterschieden. Die aktuellen Einspeisetarife der OeMAG zeigen die Vergütungen in ct/kWh. 2025 lag die Einspeisevergütung bei circa 7 Cent/kWh.

Was ist der Unterschied zwischen Marktpreis und Einspeisetarif?

Der Marktpreis und der Einspeisetarif werden oft miteinander verwechselt und irrtümlich verwendet. Die Begriffe sind wie folgt definiert:

  • Marktpreis: Hierbei handelt es sich um die Bezeichnung für den Preis des Stroms, wie dieser an der Börse gehandelt wird.
  • Einspeisetarif: Der Tarif basiert auf dem Marktpreis und ergibt sich durch einen gesetzlichen Rahmen.

Die Regulierungsbehörde E-Control überwacht dabei die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen.

Wer zahlt Einspeisevergütungen aus?

Die Einspeisevergütung für den in das Stromnetz eingespeisten Strom wird von der OeMAG oder dem eigenen Stromanbieter ausgezahlt. Dabei spielt es keine Rolle, bei welchem Stromanbieter du deinen restlichen Strom beziehst oder den Einspeisevertrag unterschrieben hast.

Zu deiner Information: Einen höchstauszahlenden gibt es nicht, die Vergütungssätze orientieren sich am Marktpreis.

Was ist der Unterschied zwischen Stromanbieter und Netzbetreiber?

Der Stromanbieter ist dein frei gewählter Vertragspartner, der dir den verbrauchten Strom verkauft und monatliche Rechnungen stellt. Im Gegensatz dazu ist der Netzbetreiber ein regional festgelegter Dienstleister, der die technischen Leitungen sowie Zähler betreibt.

Wie erfolgt die Einspeisung des PV-Stroms meiner Photovoltaikanlage?

Die Einspeisung der Solarenergie erfolgt vollautomatisch über einen Wechselrichter, der den Gleichstrom deiner Photovoltaikanlage in netzkonformen Wechselstrom umgewandelt. Ein installierter Smart Meter erfasst dabei genau, wie viel Strom du selbst verbrauchst und wie viel die Einspeisemenge beträgt. Bei Solarstromanlagen ab einer Anlagengröße von 7 kWp, ist ein Smart Meter verpflichtend. Die meisten Haushalten müssen jedoch sowieso mit einem Smart Meter ausgestattet sein, dafür sorgt eine EU-Richtlinie.

Wie bekomme ich eine Einspeisevergütung für meinen Solarstrom?

Eine mögliche Einspeisevergütung für Solarstrom startet mit der Anmeldung der Anlage beim Netzbetreiber – welche du als Anlagenbetreiber vornehmen musst – und dem Abschluss eines Abnahmevertrags mit einem Energieanbieter oder der Abwicklungsstelle für Ökostrom (OeMAG).

Ist eine Direktvermarktung des eigenen Solarstroms möglich?

Eine Direktvermarktung des eigenen Solarstroms ist für fast alle Haushalte nicht denkbar, denn diese lohnt sich erst bei großen Solaranlagen um die 100 kWp. Gewöhnliche Haushalte betreiben Solaranlagen mit einer Leistung von 4-30 kWp. Bis 30 Kilowatt power sind Solaranlagen steuerfrei.

Was muss ich beim Bezug einer Einspeisevergütung beachten?

  • Steuerliche Behandlung: Einnahmen durch Anlagen, welche 25 kWp Leistung aufweisen und 12500 kWh im Jahr in das Netz einspeisen, müssen die Einnahmen versteuern.
  • Eigenverbrauch vs. Verkauf: Da der Strompreis meist höher ist als die Vergütung, lohnt sich ein hoher Eigenverbrauch finanziell mehr.
  • Nachrüstpflichten: Technische Vorgaben (z. B. Smart Meter) müssen erfüllt sein (z.B. bei Anlagen ab 7 kWp), für diese Vorkehrungen ist jedoch der Netzbetreiber zuständig.

Wann wird die Einspeisevergütung gezahlt?

Die Einspeisevergütung wird in Österreich monatlich als Abschlagszahlung basierend auf deiner geschätzten Produktion ausgezahlt. Einmal jährlich erfolgt die Endabrechnung, bei der die tatsächlichen Zählerstände mit den geleisteten Zahlungen abgeglichen werden. Eventuelle Differenzen führen dann automatisch zu einer Gutschrift oder Nachforderung auf deinem Konto.

Newsletter abonnieren

Ja, ich möchte zukünftig über Angebote, Produktneuheiten und Aktionen per Mail informiert werden. Eine Abmeldung ist jederzeit kostenfrei möglich.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von HubSpot. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Copyright 2026 © Green Solar GmbH. Alle Rechte vorbehalten.